Großbrand in Universitätsgebäude

Feuerwehr Stuttgart

15.06.2014, 07:32 Uhr
Großbrand in Universitätsgebäude

Lage:
Durch Auslösen einer Brandmeldeanlage in einem Institutsgebäude der Universität Stuttgart wurde nach der Alarm- und Ausrückeordnung ein Löschzug der Berufsfeuerwehr und eine Freiwillige Feuerwehrabteilung entsendet. Die erste Erkundung ergab eine großflächige Verrauchung im 3.OG des Einsatzobjektes. Durch die komplexen Gebäudestrukturen und dem nicht zu lokalisierenden Brandherd, wurden ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr und eine weitere Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr nachgefordert.
Die nun über drei Treppenräume eingeleitete Erkundung ergab einen sich über mehrere Räume ausgedehnten Brand. Betroffen dabei waren Lehrsäle, Büros und technische Laboreinrichtungen.
Der Umfang der Brandausbreitung erforderte eine Erhöhung auf 3. Alarm, so dass neben mehreren Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr vor Ort waren. Die verwaisten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr wurden durch die Freiwillige Feuerwehr besetzt.

Maßnahmen:
Über drei Treppenräume wurden insgesamt 6 Löschrohre im Innenangriff unter Atemschutz vorgenommen. Zusätzlich wurde über eine Drehleiter mit einem Wenderohr der Brand durch die zwischenzeitlich zerstörte Fensterfront bekämpft.
Die umfangreiche Verrauchung im 3. OG und in den darüber liegenden Geschossen wurde mit mobiler Lüftungstechnik der Feuerwehr bekämpft.
Zunehmend drang Löschwasser und Wasser aus zerstörten Wasserleitungen in alle darunter liegenden Geschosse ein. Dazu wurden weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zur Schadensbegrenzung eingesetzt.
Zur Absicherung der im Innenangriff eingesetzten Feuerwehrleute wurden weitere Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr angefordert.
Im Verlauf der Brandbekämpfung wurde erkannt, dass aus defekten Gasleitungen brennendes Gas ausströmte und den Brand enorm anheizte. Durch Abstellen der gesamten Gaszufuhr konnte hier entgegengewirkt werden.
Aufgrund des hohen Geräteeinsatzes und der Abwicklung umfangreicher logistischen Aufgaben wurde das Personal der Leitstelle und der zentralen Atemschutzwerkstatt durch dienstfreie Kräfte aufgestockt.

Personenschaden:
2 leicht verletzte Feuerwehrleute

Sachschaden:
Ca. 2,5 Millionen Euro am Gebäude und Inventar

Kräfte Berufsfeuerwehr:
Feuerwache 1: Löschzug, Sonderfahrzeug
Feuerwache 2: Löschzug, Abrollbehälter Atemschutz und Lüftung
Feuerwache 3: Löschzug zur Ablösung
Feuerwache 4: Messtechnik
Feuerwache 5: Löschzug, Sonderfahrzeug

Kräfte Freiwillige Feuerwehr:
Abteilung: Birkach, Botnang, Degerloch, Hedelfingen, Heumaden, Münster, Plieningen, Riedenberg, Rotenberg, Sillenbuch, Vaihingen

Kräfte Rettungsdienst:
Organisatorischer Leiter RD
Zwei Rettungswagen
Ein Notarzteinsatzfahrzeug

Eingesetzte Geräte:
6 Löschrohre und 1 Wenderohr über Drehleiter
Ca. 100 Atemschutzgeräte
Mobile Lüftungsgeräte
Wassersauger und Tauchpumpen

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