SWR Sendemast in Mühlacker

Feuerwehr Stuttgart

Objekttraining der Höhenretter
SWR Sendemast in Mühlacker
in 270m Höhe

Zu einer Expedition der besonderen Art sollte sich das Objekttraining am 270m hohen SWR Sendemast in Mühlacker entpuppen.
Geplant war ein Aufstieg in der Metallröhre bis 260m, um dann unterhalb der UKW Antenne den Mast durch einen Ausstieg zu verlassen und abzufahren. Es kam jedoch anders als geplant.

Da für den Aufstieg nicht genügend „Läufer“ für die Steigschutzanlage vorhanden waren, musste in „Seilschaften“ aufgestiegen werden. Dies erfordert fast das Vierfache an Zeit, entgegen einem Aufstieg mit „Läufern.
Es wurde in 2 Seilschaften mit je 4 Höhenrettern aufgestiegen, der Aufstieg dauerte 4 Stunden. Nicht nur die enormen Leiterlängen, sondern auch die engen Durchstiege machten das Training zu einer Herausforderung. Bei der Hälfte der Strecke bot sich an einer Umstiegsstelle, die Außen am Mast zu bewältigen war, eine grandiose Aussicht. Hier war auch ein erstes Zwischenlager mit einer Verschnaufpause erforderlich. „Diese ersten 160m waren tatsächlich kein Zuckerschlecken“, wie ein Höhenretter Ausbilder anmerkte; sodass die noch ausstehenden 100m Aufstieg eine Herausforderung darstellten. Die Stuttgarter Höhenretter wurden durch 2 Kollegen der Höhenrettung aus Waldshut-Tiengen unterstützt, für die der Sendemast ebenfalls das höchste Objekt war, das sie je bestiegen haben. Die oberste Lucke öffnete sich quietschend und ein überwältigender Rundumblick tat sich auf. Der Lohn für diese Mühe hatte lange auf sich warten lassen. Ein geplantes Abfahren aus dieser Höhe musste diesmal leider ausfallen, da in dieser Höhe der Wind zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden wäre. Die weit fortgeschrittene Zeit machte die Anwendung eines Führungsseils nicht mehr möglich. So begannen die Höhenretter den Abstieg und seilten sich innerhalb des Mastes von Durchstieg zu Durchstieg ab. Es zeigte sich, dass eine Rettung aus dem Mast aufgrund der langen Anmarschwege und der engen Durchstiege zum einen gut geplant sein muss, zum anderen mit einer Trage im Mast nicht durchführbar wäre.
Nach 6 Stunden erreichten die Ersten wieder die Einstiegslucke und waren sichtlich von den Strapazen gezeichnet.
Ein Fazit bei dieser Expedition lautet: „Weniger Material ist mehr“

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