Feuerwehr Stuttgart

Einheitsführerlehrgang der Höhenretter

Nach drei Jahren fand vom 15.09. – 26.09.2014 wieder ein zweiwöchiger Einheitsführerlehrgang der Höhenretter statt. Dabei konnten drei eigene Höhenretter, sowie zwei externe Teilnehmer von der Feuerwehr Waldshut-Tiengen und der Feuerwehr Ulm, zu Einheitsführer ausgebildet werden.

Aufgaben:

Aus dem Kreis der Einheitsführer (abgekürzt EF) wird täglich ein Höhenretter vom Dienst bestimmt. Während der Schichtdauer regelt und koordiniert dieser alle Belange der Höhenrettung auf der Wache. Zudem führt er die Höhenretter im Einsatz. Hierzu gehört die spezielle Erkundung und Gefahrenanalyse, die Festlegung der Rettungstechnologie und der Anschlagpunkte. Der EF vom Dienst ist für den sicheren Ablauf des Einsatzes verantwortlich und interveniert bei unerwarteten Zwischenfällen. Im Status des Fachberaters steht er bei verschiedenen Lagen den Wachen sowie den Leitungs- und Führungsdiensten telefonisch oder vor Ort zur Verfügung.

Struktur der Ausbildung:

Die Ausbildung zum EF ist im Gegensatz zur Grundausbildung weit weniger technisch geprägt. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Prozessen des Führungsvorganges, einer sich anschließenden Durchführungskontrolle, einer möglichen Intervention und der Menschenführung.

Nach der Vermittlung einiger theoretischer Grundlagen und dem ersten Durchspielen eines Führungsvorgangs, beginnen ab dem zweiten Tag die Einsatzübungen. In diesen wird der Teilnehmer mit einer entsprechenden Lage konfrontiert. Dieser hat dann ca. 20 bis 30 Minuten Zeit, den Führungsvorgang Schritt für Schritt umzusetzen. Erst wenn alle Aspekte des Vorgangs genau bearbeitet wurden, steht das Team zur Durchführung bereit. Nach einer Teameinweisung erfolgt dann die Funktionseinteilung (Befehl). Sobald die Aktion anläuft, wechselt der EF in die Durchführungskontrolle. Dies bedeutet, dass sämtliche Tätigkeiten der Höhenretter vom EF fortlaufend beobachtet und ggf. korrigiert werden. Wenn der Aufbau abgeschlossen ist, gibt der EF nach einer Kontrolle des gesamten Systems den Ausstieg frei. Kommt es dann zu unerwarteten technischen oder auch menschlichen Problemen, muss der EF mit entsprechenden Interventionstechniken eingreifen.
Nach Ablauf der Einsatzübung wird diese zuerst im Einzelgespräch (EF / Ausbilder) und anschließend im Team besprochen.
Die Übungen sind in ihrem Schwierigkeitsgrad den sich steigernden Fähigkeiten der Teilnehmer angepasst.

Abschluss:

Nach einem schriftlichen Test arbeitet jeder Teilnehmer eine Planübung ab und beantwortet noch eventuell aufkommende Fragen der Prüfer.

Die Teilnehmer konnten in 24 Einsatzübungen und 10 Planübungen das Führen einer Höhenrettungsgruppe im Einsatz erlernen und üben.
Wir beglückwünschen alle Teilnehmer zum bestandenen Lehrgang und möchten uns bei allen bedanken, die an der Vorbereitung und Durchführung mitgewirkt haben.
Hierzu zählen die Referenten und Ausbilder, die Mitarbeiter des AFZ und der Verwaltungsabteilung, die Leitung und Mitglieder der Höhenrettung, die Wachmannschaft der Feuer- und Rettungswache 5, die Feuerwehr Ludwigsburg, sowie die Betreiber unserer Übungsstätten.

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