Spektakuläre Momente "Rund um den Fernsehturm"

Feuerwehr Stuttgart

13. Leistungsvergleich Höhenrettungsgruppen der Berufsfeuerwehren
Spektakuläre Momente "Rund um den Fernsehturm"

Im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der Berufsfeuerwehr Stuttgart im Jahr 2016, fand am Samstag den 18. Juni 2016 der 13. Leistungsvergleich der Höhenrettungsgruppen der deutschen Berufsfeuerwehren in der Landeshauptstadt Stuttgart statt. 13 Höhenrettungsgruppen aus ganz Deutschland und die Höhenrettungsgruppe des 67. SDIS de Bas Rhin aus der Partnerstadt Straßburg nahmen am Wettbewerb teil. Die Teams der 13 teilnehmenden Berufsfeuerwehren – mit ihren jeweils aus sechs Mann bestehenden Wettkampfgruppen – kamen aus folgenden Städten: Berlin, Bochum, Chemnitz, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg und Oldenburg zusammen.
Unter dem Motto „Rund um den Fernsehturm“ wurden die Teilnehmer in einem abwechslungsreichen Parcours gefordert. Neben Kraft und Ausdauer mussten die Teilnehmer eine Rettung aus exponierter Lage bewältigen sowie eine Teamaufgabe aus Geschicklichkeit und Teamgeist lösen. Bei Sonne und teils schauerartigen Regenfällen absolvierten die Spezialisten drei Stationen, welche unter Zeitnahme und einem festen Regelwerk abgearbeitet werden mussten.

Station 1 „Die Überwindung“
In der ersten Station musste der Fernsehturm zu Fuß erklommen werden. Der anstrengende Run mit seinen 762 Stufen in Schutzausrüstung (PSA) und Gurtzeug endete im Veranstaltungsgeschoß in 144m Höhe. Eine anschließende Abseilstrecke von der oberen Aussichtsplattform des Turmkorbes an der Außenseite bis ins Technikgeschoss rundete die erste Übung ab. Viele interessierte Zuschauer konnten von der großen Aussichtsplattform und dem Cafe im Turm live miterleben, wie sich die Höhenretter nacheinander ins Seil begeben haben. Insgesamt waren an diesem Tag über 70 Abseilvorgänge für den Zuschauer zu beobachten.

Station 2 „Die Rettung“
Eine typische Übung aus dem Aufgabenfeld der „speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen“ war die Rettung einer Person aus einem Schacht. Von einer 4,20m hohen Plattform auf einem Baugerüst mussten die Gruppen mittels Flaschenzug einen Retter zum Patient durch einen simulierten schulterbreiten Schacht hinablassen und beide durch die Engstelle wieder nach oben holen. Erschwert wurde die Übung durch die Vorgabe dass der Retter und der Patient in voneinander unabhängigen Seilsystemen geführt werden und der Retter den Schachtgrund nicht berühren darf.

Station 3 „Der Kraftakt“
Die sogenannte „Jakobs-Leiter“ mit ihren zehn Sprossen und einem durchschnittlichen Sprossenabstand von 1,40m wurde als Teamaufgabe zur wahren Herausforderung. Im Drei-Mann Team mit Patient (einem Kamerad der Jugendfeuerwehr Heumaden) musste die Leiter bis oben von allen erklommen werden. Erst wenn alle drei Teilnehmer des Teams auf der obersten Sprosse sitzend angekommen waren (der mitgeführte Patient musste bis zur vorletzten Sprosse mitgenommen werden) durfte der Gong für die Zeitnahme geschlagen werden. Ein begeistertes Publikum trieb auch bei teils strömenden Regenschauern die Mannschaften nach oben.

Unter dem fachkundigen Auge der Stuttgarter Schiedsrichter, unterstützt durch Schiedsrichter aus Oldenburg, Hamburg und der BKS-Schule Heyrothsberge siegte die Mannschaft aus Berlin mit 32 Sekunden Abstand vor dem Team aus Düsseldorf und den Chemnitzer Rettern auf Platz 3.

Neben den Platzierungen kommt es aber bei den Höhenrettern wie auch im Berufsalltag vor allem auf eines an – nämlich die Teamarbeit. Die Kameradinnen und Kameraden müssen sich stets gegenseitig sichern und zu 100% aufeinander verlassen können. Somit dient der Leistungsvergleich und die Vorbereitung nicht nur allein dem Wettkampfgedanken sondern ist gleichzeitig eine weitere sehr gute Übung für die oftmals schwierigen Situationen welche die Höhenretter im vielseitigen Berufsalltag erwarten.

Bei der Siegerehrung und dem anschließendem Abendessen im Waldaupark der SSB würdigte Amtsleiter Dr. Frank Knödler die erbrachten Leistungen der einzelnen Teams. Er überreichte den Teilnehmern die Urkunden und jeder Mannschaft einen symbolischen 35 cm hohen Fernsehturm als Trophäe.

Er bedankte sich für die tolle federführende Organisation und Zusammenarbeit bei den Höhenrettern der Feuer- und Rettungswache 5 und den drei Wachabteilungen sowie für die tatkräftige Unterstützung den FF Abteilungen Sillenbuch, Heumaden, Degerloch, Birkach, Kommunikation und Logistik.

Im kommenden Jahr wird der 14. Leistungsvergleich der Höhenretter in Erfurt ausgerichtet. Ein motiviertes Team der Berufsfeuerwehr Stuttgart hat bereits sein Training aufgenommen und übt fleißig das „Aufsteigen am Seil“.

Foto: Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg
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