Flüssiggastank in Kleingartenanlage undicht

Feuerwehr Stuttgart

29.05.2017, 07:17 Uhr
Flüssiggastank in Kleingartenanlage undicht

Lage:
Die Feuerwehr wurde beim Eintreffen an der Einsatzstelle bereits vom Anrufer in sicherer Entfernung erwartet. Er berichtete über einen undichten Flüssiggastank in einer Kleingartenanlage der im Freien steht. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass aus dem oberen Bereich der Armaturen, eines 4.800 Liter fassenden Flüssiggastanks, Flüssiggas (Propan/Butan) unkontrolliert austrat und auf Grund der warmen Witterung teilweise gleich verdampfte. Auch war im Bereich der Abdeckung der Armaturen eine deutliche Eisbildung, hervorgerufen durch die Entspannungskälte des austretenden Flüssiggases, sichtbar

Maßnahmen:
Die Einsatzstelle wurde durch die Polizei und die Feuerwehr großräumig abgesperrt. Umgehend wurde durch die Besatzung des GW-Atemschutz/Messtechnik Messungen hinsichtlich der Explosionsgefahr durchgeführt, parallel wurde der Brandschutz sicher gestellt. In unmittelbarer Nähe des Flüssiggastanks (ca.1,5 – 2m Entfernung) konnte in Bodennähe eine maximale Konzentration von ca. 1,7 Vol% Flüssiggas festgestellt werden, welche sich jedoch durch die zunehmende Sonneneinstrahlung schnell verflüchtigte. In einer Entfernung von mehr als 2m vom Flüssiggastank weg, war außer dem Odorierungsstoff (Geruchsstoff, welcher dem Flüssiggas für eine bessere/schnellere Wahrnehmung beigemischt wird) keine gefährliche Gaskonzentration mehr messbar. Um sich ein Bild über den Füllstand des Tanks zu verschaffen wurde dieser mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Hierbei zeigte sich, dass der Gastank zu ca. 80% gefüllt war. Über den Hersteller des Flüssiggastanks wurde eine Fachfirma an die Einsatzstelle beordert. Durch einen Mitarbeiter dieser Fachfirma konnte die Undichtigkeit am Absaugventil, welches nicht vorschriftmäßig verschlossen war, lokalisiert werden. Nach dem ordnungsgemäßen verschließen des Absaugventil konnte der Austritt des Flüssiggases gestoppt werden. Nach abschließenden Messungen durch die Messtechnik, welche ohne gefährliche Gaskonzentration ausfiel, konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

Personenschaden:
keiner

Sachschaden:
keiner

Kräfte Berufsfeuerwehr:
FW 4: Löschzug, Gerätewagen Atemschutz-Messtechnik

Kräfte Freiwillige Feuerwehr:
keine

Kräfte Rettungsdienst:
Rettungswagen

Eingesetzte Geräte:
Mehrgasmessgerät, Wärmebildkamera

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