Brand 3, Stuttgart-Mitte Olgastraße

Feuerwehr Stuttgart

13.09.2021, 16:11 Uhr
Brand 3, Stuttgart-Mitte Olgastraße
Qualmender Akku an Lastenfahrrad

Über den europäischen Notruf 112 wurde der Integrierten Leitstelle in Stuttgart ein rauchender Akku eines Lastenrades in einem Gebäude in der Stuttgarter Innenstadt gemeldet. Daraufhin wurde von der Leitstelle der zuständige Löschzug der Feuerwache 1 Süd und der medizinische Rettungsdienst alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich das Rad, leicht qualmend, noch im Gebäude. Es konnte ein beißender Geruch bereits im Freien wahrgenommen werden.
Der betroffene Betrieb war bereits geräumt, im Gebäude befanden sich jedoch noch mehrere Personen.
Das Lastenrad wurde sofort von 2 Trupps unter Atemschutz ins Freie verbracht. Noch während dieser Maßnahme nahm der Qualmaustritt im Bereich des Akkus stark zu. Da es sich in diesem Fall um einen vergleichsweise großen Akku handelte, konnte dieser nicht mit einfachen Mitteln vom Fahrrad getrennt werden.
Erste externe Kühlungsmaßnahmen des Akkus mittels Wasser zeigten leider keinen Erfolg.
Im Freien wurde zunächst der Transportaufbau des Lastenrades abgenommen. Dadurch entstand ein direkter Zugriff auf den Akku, trotzdem konnte kein Kühlerfolg verzeichnet werden und der Akku qualmte immer stärker.
Um die stärker werdende Reaktion im Innern des Akkus zu stoppen, schoben daher die Einsatzkräfte kurzerhand das dreirädrige Fahrzeug in den zuvor entfernten Transportaufbau und drehten diesen mit samt des Rades so um, dass der so entstandene Behälter mit Wasser gefüllt werden konnte.
Nachdem sich der Akku komplett unter Wasser befand verringerte sich der Qualmaustritt deutlich. Es dauerte allerdings noch ca. 20 weitere Minuten im Wasserbad bis keine Reaktionen mehr am Akku festzustellen waren.
Parallel zu den Löschmaßnahmen kontrollierten weitere Einsatzkräfte das gesamte Gebäude und die nähere Umgebung. Hierbei meldeten sich mehrere Personen mit Atemwegsbeschwerden bei den Einsatzkräften. Alle Personen mit Beschwerden wurden durch den nachgeforderten Notarzt gesichtet und eine Person mit Vorerkrankung wurde vorsorglich zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Im Gebäude und am Lastenrad durchgeführte Messungen ergaben keine bedenklichen Konzentrationen von giftigen Stoffen. Das Gebäude konnte daher nach den Lüftungsmaßnahmen wieder betreten werden.

Eine länger anhaltende Geruchsbelästigung rund um die Einsatzstelle konnte jedoch nicht verhindert werden.

Personenschaden:
Mehrere Personen mit leichten Atembeschwerden.
1 Person mit stärkeren Beschwerden

Kräfte Berufsfeuerwehr:
Löschzug Feuerwache 1 Süd; Gerätewagen Atemschutz/Messtechnik; Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz; Großraumrettungswagen

Kräfte Rettungsdienst:
Leitender Notarzt, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 Notarzt, 1 Rettungswagen

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