Schutz wertvoller Kulturgüter durch "Notfallverbund für Stuttgart"

Feuerwehr Stuttgart

20.01.2014, Übung im Landesmuseum Württemberg
Schutz wertvoller Kulturgüter durch "Notfallverbund für Stuttgart"

Zwölf Museen, Archive und Bibliotheken und die Berufsfeuerwehr haben sich im Juni vergangenen Jahres zum “Notfallverbund für Stuttgart” zusammengeschlossen. Bei einer ersten praktischen Evakuierungsübung im Innenhof des Landesmuseums Württemberg wurden die Pläne am Montag, 20. Januar, auf Herz und Nieren geprüft.

An der Übung beteiligten sich die Berufsfeuerwehr Stuttgart, das Landesmuseum Württemberg, das Stadtmuseum Stuttgart, die Württembergische Landesbibliothek sowie das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg. Am Beispiel eines Kellerbrandes im Landesmuseum wurde der Ernstfall geprobt: Graue Rauchwolken steigen aus dem Keller auf. Jetzt muss es schnell gehen. Karola Richter, die Sicherheitsbeauftragte des Museums, greift umgehend zu ihrem Handy und wählt die Nummer der Feuerwehr Stuttgart. Mit Blaulicht und Sirene rücken kurze Zeit später die ersten Einsatzfahrzeuge an. Zwei Frauen stecken im Keller fest, sie werden von Feuerwehrmännern aus den Flammen gerettet.

“Sobald die Menschen gerettet sind und der Brand gelöscht ist, ist der Einsatz der Feuerwehr beendet. Das Gebäude wird dann an die Mitarbeiter der Kultureinrichtung übergeben, damit diese wertvolle Güter in Sicherheit bringen können”, sagte Florian Gödde, stellvertretender Pressesprecher der Feuerwehr Stuttgart.

Bei der Übung haben die rund 40 Teilnehmer Objekte aus speziell ausgewiesenen Räumen des Alten Schlosses geborgen und für den Abtransport vorbereitet. Bei diesen handelte es sich nicht um originale Objekte, sondern um Duplikate der teilnehmenden Institutionen. In einem ersten Schritt haben einige Teilnehmer die Gegenstände in den Räumen gesichtet, andere evakuierten sie anschließend. In einem letzten Schritt begutachtete eine Gruppe die Schäden und versorgte die Kulturgüter, die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen – je nach Material und Zustand. “Bilder und Bücher, die nass geworden sind, sollten beispielsweise möglichst schnell in die Gefriertrocknung gebracht werden, damit sie nicht zerstört werden”, erläuterte Karola Richter. Am Ende waren die Teilnehmer froh, dass die Übung so gut geklappt hat – nun fühlen sie sich für den Ernstfall besser gewappnet.

Quelle: www.stuttgart.de

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