Feuerwehr Stuttgart

Übungsanlage „Binnenschifffahrt“

Einsätze auf Personen- und Güterschiffen stellen für Feuerwehren an Bundeswasser-straßen eine besondere Herausforderung dar. Glücklicherweise sind derartige Ereignis-se selten. Dennoch bereiten sich die Feuerwehren auf die Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung auf Schiffen vor.

Eine Herausforderung kann bereits der Zugang zum betroffenen Schiff sein, wenn die-ses nicht festgemacht im Hafen liegt. Entsprechend hoch ist auch der Kräfteansatz im Einsatzfall. Zudem muss bei Einsatzstellen auf oder am Gewässer immer auch die Ge-fahr betrachtet werden, dass Einsatzkräfte in das Gewässer stürzen können.

Brandeinsatz mit besonderen Gefahrenquellen
Im Gegensatz zu einem Gebäudebrand ergeben sich bei einem Schiffsbrand besonde-re Gefahrenquellen. So ist es oftmals nahezu unmöglich, Abluftöffnungen zum Abzug der Rauchgase und des Wasserdampfes zu schaffen. Dies bedeutet für die Einsatz-kräfte im Innenangriff eine enorme körperliche Beanspruchung. Da die Meisten Schiffe aus Stahl gefertigt sind, wird die Wärme stark weitergeleitete. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass Geländer und Leitern so stark aufgeheizt sind, dass sie nicht mehr genutzt werden können.

Aufgrund der umfangreichen Besonderheiten haben die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Frankreich eine mobile Übungsanla-ge „Binnenschifffahrt“ konzipiert. Die Übungsanlage entstand auf einem ehemaligen Tankschiff und liegt wechselweise in den Häfen Straßburg und Mannheim.

Die Berufsfeuerwehr Stuttgart kooperiert im Bereich der Ausbildung mit der Berufsfeu-erwehr Heidelberg. So nahmen drei Stuttgarter Kollegen Ende September an einem einwöchigen Lehrgang der Berufsfeuerwehr Heidelberg teil und konnten zu Ausbildern im Bereich Hilfeleistung und Brandbekämpfung auf Binnenschiffen qualifiziert werden. Gemeinsam mit den 15 Heidelberger Kollegen und zwei Ausbildern konnten spannende Einblicke und Erfahrungswerte im Mannheimer Hafen gesammelt werden.

Neben der Brandbekämpfung und dem damit verbundenen Schlauchmanagement unter beengten Verhältnissen im Schiffsrumpf wurde auch der wasser- und landseitige Über-stieg auf einen Havaristen sowie das sichere Verhalten auf dem Havaristen erlernt. Übungsschwerpunkte im Bereich der technischen Hilfe waren die Rettung eines Verletz-ten aus einem Silo und Maschinenraum mit anschließender Übergabe an Land, das Öffnen eines schräg stehenden Containers sowie die Leckabwehr. Auch der Sturz ins Wasser mit vollständig angelegter Schutzkleidung und Atemschutzgerät wurde prak-tisch durchgeführt.

Alle Teilnehmer konnten wichtige Erkenntnisse für die Bewältigung derartiger Einsatzla-gen gewinnen. Ab 2023 werden die beiden Berufsfeuerwehren gemeinsame Lehrgänge durchführen. Das Ziel ist es, alle Kolleginnen und Kollegen für die spezifischen Gefah-ren der Schiffsbrandbekämpfung zu sensibilisieren und Erfahrungen im spezielle Vor-gehen auf dem Schiff erlernt zu haben.

Bildquelle: Feuerwehr Heidelberg

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© Feuerwehr Stuttgart – 2023

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